Bio-Lebensmittel

Bei der Herstellung von Bio-Lebensmittel steht die biologische und nachhaltige Landwirtschaft am Anfang. Ziel ist es hochwertige und gesunde Lebensmittel auf den Tisch zu bekommen. Im Gegensatz dazu geht es bei der herkömmlichen Lebensmittelproduktion vorrangig um Profit, der sich durch intensive Herstellungsprozesse, z.B. Massentierhaltung, äußert. 

Bei der Bio-Lebensmittel-Herstellung geht es neben der Herstellung gesunder Lebensmittel aber um das ganze - das heißt ein Zusammenspiel zwischen Mensch, Tier, Pflanzen und allgemein der Natur. In biologischen Landwirtschaft werden daher ausschließlich Mittel verwendet, die in der Natur vorkommen. Zudem gibt es strenge Gesetze und Kontrolle die uns Verbrauchern Sicherheit geben sollen/können. 


Bio ist in aller Munde und auch das wird leider von den konventionellen Herstellern und vor allem Marketing-Leuten schamlos ausgenutzt. Sollten sie Bezeichnungen wie "umweltfreundlich", "naturnah", umweltschonend" oder "ungespritzt" auf den Produkten finden, dann heißt das noch lange nicht, dass die Bio-Produkten sind - im Gegenteil!! Diese Begriffe sind leider nicht rechtlich geschützt und können daher frei benutzt werden ohne jeglichen ökologischen oder biologischen Hintergrund. 

Auch "aus kontrollierten Eigenanbau" oder "aus naturnaher Produktion" sagen im Endeffekt nichts über die das Produkt und dass es wirklich dem biologische Gedanken entspricht aus. Achten sie daher stehts auf die öffentlichen und rechtlich einwandfreien Bio-Siegel.

In den letzten Jahren haben die Bio-Produkte auch in die Supermärkte Einzug erhalten. Selbst die Discounter haben ihr Angebot um ein Bio-Sortiment ausgebaut. Bereits heutzutage ist es so, dass die meisten Biolebensmittel nicht mehr direkt beim Erzeuger oder auf Wochenmärkten gekauft wird, sondern in Supermärkten. 
Viele Supermärkte haben bereits hauseigene Bio-Marken im Sortiment. Diese beschränken sich nicht mehr nur auf ein kleine Sortiment sondern decken weitestgehen alle Kategorien ab.
 

Doch ist das wirklich Bio in den Supermärkten?
Viele Verbraucher können nicht glauben, dass die Bioqualität bei solch einem Massenanbieter stimmen kann. Doch es ist so, dass die Bezeichnung Bio geschützt ist und damit die Verbraucher sicher sein können, dass die Vorschriften der EG-Öko-Verordnung eingehalten werden. Zudem sind auf den Produkten zumeist auch noch weitere Siegel zu finden, welche die entsprechende Qualtiät bestätigen. 

Dies sind die Bio-Hausmarken der einzelnen Supermärkte:

  • Aldi Nord > PrimaBio
  • Alnatura > mit seiner Eigenmarke "Alnatura"
  • Edeka > Bio-Wertkost
  • Kaufland > K-Bio
  • Lidl > Biotrend
  • Norma > Bio-Sonne
  • Penny > Naturgut
  • Rewe > Rewe-Bio
  • Tengelman > Naturkind
  • Real > realBio
  • Plus/Netto > BioBio

Werden in Betrieben Öko- oder Bioprodukte hergestellt, wird dies aufgrund von strengen Vorgaben regelmäßig kontrolliert. Jährlich werden Kontrollen durchgeführt bei denne alle Bereiche - von Rezeptur, eingekauften Rohstoffen, der Herstellungsprozess bis zum fertigen Produkte - genau unter die Lupe genommen werden. 

Bio-Lebensmittel müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Beispielweise müssen sie mit nur einem Zehntel der zugelassenen Zusatzstoffe im Vergleich zu konventionellen Produkten auskommen. Des weiteren sind Süßstoffe, Stabilisatoren, synthetische Farbstoffe, Konservierungsmittle und Geschmacksverstärker verboten. 

Was ist mit Unternehmen die konventionelle und ökologische Produkte herstellt?
Diese Hersteller müssen die Produktion der Produkte räumlich oder zeitlich trennen, damit es zu keiner Vermischung kommen kann. Selbstverständlich bei der zeitlichen Trennung ist natürlich, dass alle Geräte zur Herstellung gründlich vorher gereinigt und neutralisiert werden. 
 

Weitere Details zur ökologischen Lebensmittelverarbeitung finden Sie hier >>

 

 

Immer mehr Erzeuger bieten ihren Kunden an, direkt vor Ort die Produkte zu erwerben. In sogenannten Hofläden bieten sie ihre eigenen Produkte an. Dies hat den Charme, dass man einen direkten Zugang zu den Herstellern mit dem entsprechenden Flair bekommt.

Meistens sind dies landwirtschaftliche Betrieben, die ein Geschäft auf ihrem Hof eröffnet haben und dort direkt ihre Produkte anbieten. Das schöne ist, dass man eventuelle Frage direkt an den Erzeuger richten kann und es auch so zu interessanten Gesprächen kommen kann.  Im übrigen muss es sich nicht um einen reinen Biobauernhof handeln, sondern auch konventionel arbeitende Bauernhöfe bieten ihr zum teil ökologischen Produkte im eigenen Hofladen an. 

Lokale Hofläden finden sie anhand von regionalen Anzeigen oder in unserem Bio-Verzeichnis

Ziel eines nachhaltigen und ökoloigschen Anbaus ist es gesunde, unbelastete und leckere Lebensmittel zu erzeugen. Natürlich geht damit auch einher, dass gleichzeitig die natürlich Ressourcen geschont werden und kein "Raubbau" betrieben wird. 


Doch es ist auch so, dass der wirtschaftliche Gedanke nicht vergessen wird bzw. es Ziel ist diesen mit den weiteren Faktorten Mensch, Tier, Pflanzen und Erde in Einklang zu bekommen. Folgende Punkte stehen dabei im Vordergrund:

  • möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf, d.h. der eigene Betrieb soll Futter- und Nährstoffgrundlage sein
  • Bodenfruchtbarkeit zu halten und zu steigern
  • Tiere besonders artgerecht zu halten


Quelle dieses Beitrags ist und weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bio-siegel.de/infos-fuer-verbraucher/bio-lebensmittel/

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