Heute ist der "Tag der gesunden Ernährung" - doch eigentlich sollten wir uns jeden Tag gesund ernähren. Um viele Lebensmittel ranken sich jedoch Mythen, die uns bei der Zusammenstellung unserer Mahlzeiten beeinflussen. Allgemein gilt: Wer sich gesund ernähren möchte, achtet am besten auf eine ausreichende Aufnahme von Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten, Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen. Experten empfehlen, etwa 50 Prozent der Nahrungsenergie in Form von Kohlenhydraten aufzunehmen. Dazu zählen stärkehaltige Lebensmittel, wie Brot, Kartoffeln oder Müsli genauso wie Zucker.

 

Ernährungsmythen auf dem Prüfstand

Spinat macht stark. Darauf vertraute zumindest Trickfilm-Held Popeye. Doch Popeyes Vorliebe für Spinat als ideales Stärkungsmittel basiert auf einem Irrglauben: "Es ist ein Mythos, dass Spinat außergewöhnlich viel Eisen enthält und dadurch die Blutbildung steigert", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Verena Räsener. Fakt ist: 100 Gramm frischer Spinat enthalten nur etwa zwischen 3,5 und 4,1 Milligramm Eisen. "Auch wenn Spinat damit nicht zum dicken Bizeps verhilft, liefert er viele Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und pflanzliches Eiweiß."

Ernährungsmythen wie diesen gibt es, wie schon erwähnt, viele. Kaffee soll entwässern und Schnaps die Verdauung anregen. Doch was stimmt davon wirklich? "Es schadet nicht, zum Kaffee auch ein Glas Wasser zu trinken", sagt Räsener, "aber notwendig ist es nicht. Das im Kaffee enthaltene Koffein hat zwar einen harntreibenden Effekt, aber heute weiß man: Bis zu vier Tassen täglich sind in Ordnung und tragen zur Flüssigkeitsversorgung bei." Ebenso falsch: Schnaps regt die Verdauung an. "Durch den Alkohol wird die Verdauung sogar verlangsamt", sagt Räsener. Wer sich nach dem Essen etwas Gutes tun möchte, sollte besser zu Kräutertee greifen.

Ausgewogene Ernährung mit Zucker?

Auch um Zucker ranken sich viele Mythen. Zucker spendet zwar Freude und Genuss, doch soll er auch dick machen. Stimmt das? "Nicht der Zucker, sondern eine unausgewogene Energiebilanz bringt das Körpergewicht aus dem Gleichgewicht. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht, nimmt zu. Woher die Kalorien kommen, spielt keine Rolle", stellt Räsener klar.

Die Versorgung aller Körperfunktionen erfolgt durch Glukose, ein Kohlenhydrat, das auch in Haushaltszucker enthalten ist. "Wer beim Abnehmen gänzlich auf Kohlenhydrate verzichtet, schadet seiner Gesundheit", sagt Räsener.

Weitere Tipps rund ums Abnehmen und eine ausgewogene Ernährung mit Zucker gibt es auf www.mit-zucker.de, der Webseite des Forums Zucker, einer Initiative der Deutschen Zuckerwirtschaft.

Brauner Zucker ist nicht gesünder

Brauner Zucker ist nicht gesünder als weißer. Der Kaloriengehalt beider Zucker ist fast gleich. Die Bezeichnung "Brauner Zucker" ist eine Sammelbezeichnung für alle braunen Zuckersorten. Es kann sich z.B. um nicht raffinierten Zucker handeln oder um Zucker, der mit Karamellsirup versetzt wurde. Brauner Zucker enthält nur geringfügig mehr Mineralstoffe als Haushaltszucker. Ernährungsphysiologisch hat diese keine Relevanz. Weitere Informationen gibt es auf mit-zucker.de, der Webseite des Forums Zucker, einer Initiative der deutschen Zuckerwirtschaft.




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